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"Holocaust-Education" - update 6.4.21

"Holocaust-Education" - update 6.4.21
"Holocaust-Education" - update 6.4.21
Yad Vashem - Illionois - New Zealand - Fukuyama

Ein umstrittener Begriff

Der Begriff "Holocaust" wird zwar nach wie vor häufig verwendet für die Vernichtung der europäischen Juden von 1933-1945. Er ist jedoch von seiner Bedeutung her umstritten. "Holocaust" bedeutet sinngemäß "Brandopfer". Doch ein "Opfer" war die Vernichtung von Juden nicht - sie war Vernichtung, Zerstörung, Untergang. Dies bedeutet hebräisch "Shoah".

Zu dem Begriff "Holocaust-Education" finden sich hier zunächst zwei Dateien. Eine knappe Darstellung und dann eine sehr ausführlichere "Why should we teach about the Holocaust". Letztere betont aus u.a. theologischer, psychologischer, kultur- oder politikwissenschaftlicher Perspektive die Bedeutung des Unterrichts über den Holocaust für die polnische Gesellschaft.
Die erste von Dr. Heike Wolter stellt sechs Definitionen vor.

Die Rechte für die weiter unten zum download aufgeführten Unterrichtseinheiten, - modelle, - reihen sind teils nicht ganz klar. Ich stelle sie allerdings im Sinne des größeren Nutzens hier ein.

Why should we teach - Holocaust-Education

Unter download finden sich zwei Word-Dokumente: ein AB mit der Biografie Oskar Schindlers und ein Überblick über den Filminhalt.
In den beiden pdf-Dokumenten finden sich einmal eine Faksimilé der Original-Schindler's-List. Und dann die Evaluation einer Unterrichtsreihe zu dem Film mit Angaben und Fragen dazu.

Prof. Reinhard Boschki, seinerzeit noch bei Nostra Aetate, Bonn, legt hier einen Unterrichtsentwurf zu dem Shoah-Überlebenden und Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel (1928-2016) vor.

Lisa Shekel, Florian Urschel-Sochaczewski: Wie wirken Video-Interviews? Unterrichtsreihe
zur Arbeit mit Video-Interviews für das Fach Deutsch (Sek II), Berlin 2012, wurde herausgegeben
im Rahmen des Projekts „Zeugen der Shoah. Das Visual History Archive in der
schulischen Bildung“.

Dr. Heike Wolter stellt hier verschiedene Unterrichtsmaterialien von Yad Vashem vor, mit entsprechenden links.
Darüberhinaus bietet Yad Vashem eine Vielzahl von Unterrichtsmaterialien.

Ein möglicher Einstieg in eine Unterrichtsreihe zu "Shoah / Holocaust", herausgegeben vom Centre for Holocaust Education, London: einmal im Original in englisch, und dann in einer deutschen Übersetzung durch die Plattform "Zeitzeugen".

  • Lesson "Ordinary things"

  • Lesson "Ordinary things"

Aus der Reihe "Religion betrifft uns", 1/2015, "Nach Auschwitz - die radikale Anfrage an Anthropologie und Gotteslehre" kann diese Einheit als PDF per Email angefordert werden.

Das Inhaltsverzeichnis des Heftes findet sich hier auf der Seite des Bergmoser-Höller-Verlags.

Ein Unterrichtsentwurf von Dr. Heike Wolter (Regensburg) zu einem bewegenden Bilderbuch - angepasst für alle Schulformen und Klassenstufen möglich. Dazu gibt es innerhalb des Unterrichtsentwurfs auch einen Link zum Material des Buchs, mit Verweisen auf youtube. Das Buch selbst wird also auch direkt nicht benötigt.
Momentan wird das Buch nur von der bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit innerhalb Bayerns ausgegeben. Wir haben ein Exemplar des Buches kostenlos von dort erhalten, das wir gerne auf Anfrage per Email entleihen und kostenfrei verschicken.

Ritualisiertes Gedenken geht in seinen Formen oft an Schüler*innen vorbei.

Innerhalb der Diskussion zukünftiger Formen von Erinnerungskultur ist schon länger klar, dass Schüler*innen aktive Teilhabe ermöglicht werden muss und kann.

Die Arolsen Archives bieten dies mit der Beteiligung an einem digitalen Denkmal #everynamecounts.

Ähnlich macht es das auf dieser Plattform schon vorgestellte Projekt convoi77.org. Auch hier geht es um die Recherche der Lebensgeschichten von Menschen, die Opfer der NS-Diktatur wurden.

Auch das könnte eine Form des Lernens an Zeitzeug*innen und von Holocaust-Education in Schulen sein.

 

"Ein ganz gewöhnliches polnisches Mädchen ... "

hat sich Krystyna Kozak selbst bezeichnet.
In dieser "Gewöhnlichkeit" zeigt sich, wie aus Freunden über Nacht Feinde werden können, aus großer Freundschaft Hass und doch die Bereitschaft zu Versöhnung wachsen kann.

Ihr "Bericht", ihr "Gespräch" mit Schüler*innen einer Beruflichen Schule wurde 2020 als Buch herausgegeben, im Mai 2021 soll es als polnisch-deutsche Ausgabe erscheinen. 

Workshopangebot für Schulen - umsonst

Schulklassen, die bereit sind, sich auf ihre Geschichte einzulassen, haben die Möglichkeit, im Zusammenhang mit ihrem Buch, an einem 90 - minütigen Workshop (auch online möglich) mit verschiedenen Modulen teilzunehmen.

Die Module in Auswahl sind: Einstieg - Fragensammlung zur Geschichte von Krystyna Kozak - historische Hintergründe der Geschichte von Krystyna Kozak - Begriffe - Fotos einer Entwicklung - Fragen zur persönlichen Geschichte: Glaube, Hass, Menschlichkeit - "Erinnerung – Gedenken – Geschichte" - Aktualisierung: Südafrika und Ruanda

Durchgeführt wird der Workshop von Dr. Marc Fachinger, Leiter des Projekts "Zeitzeugen" im Bistum Limburg, und Herausgeber des Buchs "Ein ganz gewöhnliches polnisches Mädchen".

Bei Interesse und zwecks Terminabsprache wenden Sie sich an ihn per Email.

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